Kathedrale von Barcelona
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Im gotischen Stadtviertel, mitten im Zentrum der Stadt, befindet sich die Kathedrale von Barcelona. Ihr offizieller Name lautet Catedral de la Santa Creu i de Santa Eulàlia. Im Jahre 877 wurde der Beiname Santa Eulàlia zum vorherigen Namen hinzugefügt, um der zum damaligen Zeitpunkt einzigen Patronin der Stadt zu ehren. Den Titel teilt sie sich heutzutage mit der Jungfrau La Mercè.

Die Kathedrale von Barcelona besitzt eindeutig den gotischen Stil und man erbaute sie während des 13. und 15. Jahrhunderts auf den Resten von zwei anderen Kirchen, die sich vorher am selben Ort befanden. Eine dieser Kirchen war romanisch und die andere altchristlich aus dem 9. Jahrhundert, von der man immer noch einige Überreste im MUHBA, dem Historisches Museum der Stadt Barcelona, betrachten kann.

Hervorzuheben

Es ist zu betonen, dass die Kathedrale von Barcelona während einiger Jahrhunderte wegen ernsten finanziellen Problemen unvollständig blieb, darunter ihre Hauptfassade und der Turm. Es dauerte bis ins ausgehende 19. Jahrhundert und den Anfängen des 20. Jahrhunderts, bis man ihre Bauarbeiten erfolgreich abschließen konnte, die Originalpläne beachtend, dass sie im neogotischen Stil ist. Aktuell ist die Catedral de la Santa Creu i de Santa Eulàlia der Sitz des Erzbischofs von Barcelona. Das beweist nur ihre große Wichtigkeit sowohl für Barcelona als auch für Katalonien.

Seitenfassade Kathedrale Barcelona

Besuche der Kathedrale

Die Kat de Barcelona verfügt über drei Kirchenschiffe, das Zentrale und zwei seitliche, in denen es zahlreiche Kapellen gibt. Man kann sie umsonst besuchen, aber gegen ein geringes Entgeld auch einer Tour einwilligen, die den Besuch der Kirche, des Kreuzgangs, der Kanzel, des Museums und den Aufstieg auf die Dachterrasse beinhaltet.


Solltet ihr aus Zeitmangel oder anderen Motiven nicht alle Einrichtungen besuchen wollen, welche die Tour beinhaltet, könnt ihr euch auch allein für den Zutritt auf die Dachterrasse der Kathedrale entscheiden. Der Aufstieg wird per Fahrstuhl gegen einen kleinen Betrag ermöglicht. Es sind nicht die außergewöhnlichsten Blicke über Barcelona, aber sie zeigen sicherlich eine andere Perspektive von einem der zentralsten und meistbesuchten Orte der Stadt.

Decke Kathedrale Barcelona

Interessante Elemente im Inneren und Äußeren der Catedral de Barcelona

Die Kapelle von Sant Oleguer (Heiliger) und die Sakramentskapelle
Sie ist auch bekannt als Kapelle des Sant Crist de Lepant, da sich dieser Christus aus dem 16. Jahrhundert in ihr befindet. Die Kapelle wurde im Jahr 1407 vom Meisterkünstler Arnau Bargués entworfen.

Chorgestühl
Das Chorgestühl können wir als prachtvoll beschreiben. Aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammend kann man an ihm immer noch alle Arten von Details betrachten wie z.B. die verschiedenen Wappen des Ordens vom Goldenen Vlies (Insigne Orde del Toisó d’Or), welche auf jeder der Rückenlehnen der Chorstühle gemalt sind.

Reale Grabstätten
Eine der Anziehungspunkte der Kathedrale, so scheint es, ist die Existenz von echten Gräbern, wie das von Ramón Berenguer I, Petronila de Aragón, Alfonso III de Aragón und unter anderem Jaime I de Urgel.

Krypta von Santa Eulàlia
In der Krypta der Kathedrale befindet sich das Grab der Santa Eulàlia, das die Überreste der Co-Patronin der Stadt seit dem Jahr 1339 beherbergt. Damals hatte man sie von der Kirche von Santa Maria de les Arenes in die heutige Basílica de Santa Maria del Mar umgebettet.

Hochaltar
Der Hochaltar besitzt eine moderne Skulptur, genauer gesagt aus dem Jahr 1976, verwirklicht von dem Künstler und Sammler Frederic Marès. Nur wenige Schritte von der Katedrale entfernt befindet sich das Museu Frederic Marès, in dem ihr sowohl eine Unmenge von Kunststücken vorfinden werdet als auch jegliche Art von Objekten, die der Sammler der Stadtverwaltung von Barcelona gestiftet hat.

Orgel
Die Kathedrale de Barcelona stammt aus dem Jahr 1538 und ist im Renaissancestil erbaut; ohne Zweifel ist sie eines der auffälligsten und meist geschätzten Elemente der Kathedrale. Von ihrer Art sind in Europa nur noch drei weitere Orgeln erhalten.

Museum
Das kleine Museum der Kathedrale befindet sich im antiken Kapitelhaus (Versammlungsgebäude für den Klerus). Trotzdessen, dass es keine große Anzahl an Werken besitzt, sind dessen wenige von großer Bedeutung; wie beispielsweise La Glorificació de Sant Oleguer, Santa Eulàlia und La Pietat (Pietà), Werke des spanischen Gotikmalers Bartolomé Bermejo.

Kreuzgang
Der Kreuzgang ist von der eigentlichen Kathedrale und von dem Eingang bei der calle del Bisbe (auf spanisch calle del Obispo) zugänglich. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist mindestens genauso schön wie der Rest des Tempels. Er wird in einigen Fällen sogar mehr fotografiert und bewundert als die eigentliche Kathedrale.

Ein Großteil der Bewunderung, die der Kreuzgang hervorruft, wird nicht durch sein architektonisches Interesse erweckt, das er besitzt, sondern vielmehr durch die seltene Präsenz der 13 Gänse in seinem Hauptgarten des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Es gibt viele Theorien über die Herkunft der 13 Gänse im Kreuzgang, aber am wahrscheinlichsten ist eine Mischung aus allen. Offensichtlich verhinderte das Schnattern einiger Gänse, die sich in der Umgebung der Kathedrale befanden den Raub von diversem Material während des Baus. Aus diesem Grund hat man sich dafür entschieden, eine Gruppe von Gänsen im Inneren des Tempels zu behalten, damit sie vor Eindringlingen warnen können. Die Tatsache, dass es 13 Gänse sind und keine andere Anzahl steht im Verhältnis zu den 13 Qualen, die Santa Eulàlia erlitt, da sie sich weigerte, auf ihren katholischen Glauben zu verzichten. Eine andere Legende besagt, dass Santa Eulalia 13 Jahre alt war, als sie verdammt worden war zu sterben und dass dies der wahre Grund für die vorhandene Tradition ist, diese Tiere in dieser Anzahl im Inneren des Kreuzgangs zu behalten.

Der Kreuzgang ist einer der Orte an denen eine der auffälligsten Traditionen stattfindet, die man in der Stadt betrachten kann, die sogenannte Ou com Balla.

Gänse Kreuzgang der Kathedrale

Die Kapelle der Santa Lucía
Der Santa Lucia gewidmet, lebte der Legende nach an diesem Ort eine schöne junge Christin, welche absolut verführerische Augen besaß. Nachdem sie den römischen Konsul abgelehnt hatte, drohte der damit alles Menschenmögliche zu, um diese Augen zu erlangen, welche er so begehrte und die es schafften ihn zu hypnotisieren. Den nächsten Tag riss sich Lucia die Augen aus und übergab sie dem Konsul, aber sofort erschien ihr ein neues Paar Augen, so schön oder noch schöner als die vorherigen.

Mit ihrem eindeutig spätromanischen Stil ist die Kapelle einer der kleinen Schätze der Kathedrale. Sie befindet sich in einem Gebäude ihr angrenzend, in dem sich auch der Kreuzgang wiederfindet. Man kann sie sowohl vom eigentlichen Kreuzgang als auch von einer außenliegenden Tür von der calle de Santa Llúcia betreten. Sie bleibt jedoch vorwiegend geschlossen.

Fotogalerie

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Anschrift

Plaça (Platz) de la Seu s/n, Barcelona.

Öffnungszeiten des kostenlosen Besuchs

Von Montag bis Samstag: von 8:00 bis 12:45 und von 17:15 bis 19:30 (Kreuzgang bis um 19:00).

Sonntags und an Feiertagen: von 08:00 bis 13:45 (Kreuzgang 08:30 bis 13:00) und von 17:15h bis 19:30h (Kreuzgang bis um 19:00).

Zeiten der geführten Tour

Von Montag bis Samstag: von 13:00 bis 17:00.

Sonntags und an Feiertagen, ausgenommen am 25. Dezember: von 14:00 bis 17:00.

Eintrittspreis

Besuch des Chors (Altarraums): 2,50€.

Aufstieg auf das Dach: 2,50€.

Klettern auf das Dach: 2,50€.

Geführte Tour: 6,00€. Als Gruppe 4,00€ pro Person.

Wie kommt ihr hin?

Metro: Jaume I (Linie 4) und Liceu (Linie 3).

Busse: Linien 17, 19, 40, 45, 59, 91, 120 und Touristenbus.

Zu Fuß: Von der Plaça de Catalunya und dem restlichen Zentrum Barcelonas aus bis zur Kathedrale sind es nur wenige Minuten.

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Markt von Santa Caterina

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