Ehemalige Synagoge Barcelona
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Einer der größten Reize von Barcelona liegt in der Tatsache, dass mehrere Bereiche der Altstadt trotz der vergangenen Jahrhunderte fast intakt erhalten geblieben sind. Dieses macht es uns möglich durch dieselben Straßen zu gehen, durch die vor 700 oder 800 Jahren unsere Vorfahren gegangen sind. Wir können zudem eine Unmenge an historischen Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen finden, eines von ihnen ist die Große Synagoge von Barcelona, als Ehemalige Synagoge bekannt.

Geschichte der Hauptsynagoge

Die Hauptsynagoge (Große Synagoge) stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist die älteste Synagoge von Spanien und die einzige der fünf mittelalterlichen Synagogen, die man erhalten hat. Die Fundamente des Gebäudes, in dem sie sich befindet, stammen aus der römischen Epoche. Man kann in seinem Inneren sogar Reste der Römischen Stadtmauer sehen.

Die Synagoge erfuhr mehrere Umbauten, einige von ihnen waren so wichtig wie die des Jahres 1267 als König Jaume I die Vergrößerung ihrer Höhe erlaubte. Bis zum damaligen Zeitpunkt war sie nach dem Gesetz begrenzt, das besagte, dass keine Synagoge höher als die kleinste Kirche der Stadt sein durfte.

Die Tora Synagoge

Am 5. August des Jahres 1391 passierte eines der blutigsten Ereignisse in der Stadt: Die Plünderung des Judenviertels, die den Tod von mehr als 300 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde von Barcelona bedeutete. Für ihre Überlebenden gab es nur die Wahl zur Flucht aus der Stadt oder ihre Bekehrung zum Christentum. In diesem Moment gingen alle Besitztümer einschließlich der Sinagoga Mayor in die Hände des Königs über.


Während der nachfolgenden Jahrhunderte führte man neue Veränderungen am Gebäude durch, einschließlich des Baues von höheren Stockwerken, denen man viele Verwendungsmöglichkeiten wie als Reinigung oder als Lager für elektrische Geräte gab. Erst im Jahr 1996 fand man den Standort des Gebäudes, den die Große Synagoge von Barcelona beherbergt hatte dank der Forschungsarbeiten des Historikers Jaume Riera i Sans. Konkret gesagt in der Nummer 5 der Straße Marlet.

Die Große Synagoge heute

Nachdem die Associació Call de Barcelona das Gebäude der mittelalterlichen alten Synagoge von Barcelona wiederhergestellt hatte und nach den anschließend stattgefundenen Restaurierungsarbeiten, wurden ihre Türen im Jahr 2002 als Kulturelles Zentrum und Museum wieder geöffnet, damit jeder, der es wünscht den historischen Ort kennenlernen kann, der einer der wichtigsten der Stadt ist.

Schaukasten Davidstern

Besuch

Um die Synagoge zu betreten, müsst ihr einige Treppen hinabgehen, da sich der Boden etwa zwei Meter unterhalb des Niveaus der heutigen Straße befindet. Was am meisten beim Besuch der Große Synagoge überrascht sind ihre spärlichen Dimensionen von etwa 60m² aufgrund der Beschränkungen, die in diesem Zusammenhang zur damaligen Zeit existierten. Besagte Beschränkungen bemerkt man auch in ihrer Höhe, da keine Synagoge höher als die kleinste Kirche von Barcelona sein durfte wie wir vorher beschrieben haben.

Die mittelalterliche jüdische Viertel Tour und Besuch Palau Requesens

Die Associació Call de Barcelona führt unterschiedliche Aktivitäten zusätzlich zum Besuch des Museums der Sinagoga Mayor durch. Da sind zum Beispiel der geführte Rundgang durch die Call Jueu, dem mittelalterlichen jüdischen Viertel von Barcelona, bei dem je nach Zeit und Tag, an dem man den geführten Rundgang macht, der Besuch zum Micvé (Bad, das man zur Reinigung von Personen bei verschiedenen Ritualen des Judentums benutzte) aus dem 13. Jahrhundert inbegriffen sein kann.

Sefarad tour: mittelalterliche jüdische Viertel

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In der Synagoge gibt es zwei Säle. Im ersten kann man eine Reihe der archäologischen Reste betrachten, die man bei ihrer Entdeckung stehen gelassen hat. So z.B. die der römischen Mauer oder der Reinigung, die sich nach der jüdischen Vertreibung von Barcelona dort befand. Im zweiten Saal findet die geführte Tour statt (auf Spanisch, Englisch und Hebräisch, an den Wochenenden bietet man sie normalerweise auch in Französisch und manchmal auf Katalanisch und Russisch an) und man zelebriert dort punktuell immer noch einige religiöse Zeremonien. Die Mauern dieses Saals datieren in das 13. und 17. Jahrhundert und bilden so die ersten Teile der mittelalterlichen Synagoge der Stadt.

Zimmer 2 Große Synagoge

KURIOSES
In derselben Straße der Synagoge, konkret der Nummer 1, befindet sich ein Grabstein in hebräischer Sprache, auf dem das Folgende steht: „Fundación Pía de Samuel ha-Sardí; su luz luzca de forma permanente” („Stiftung Pía de Samuel ha-Sardí; sein Licht leuchte ständig“). Ihr werdet feststellen, dass der übersetzte Text, der sich neben dem Grabstein befindet etwas von unserer Beschreibung abweicht, weil es bei seiner Übersetzung zu gewissen Fehlern kam. Der Grabstein ist eine Nachbildung des Originals, das sich im Jahr 1820 am selben Ort befand und heute im Historisches Museum der Stadt Barcelona anzutreffen ist.

Foto- und Videogalerie

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Anschrift

c/ (Straße) de Marlet, 5, Barcelona

Besuchszeiten

Sommer: von Montag bis Freitag von 10:30 bis 18:30. Samstags und sonntags von 10:30 bis 14:30.

Winter: von Montag bis Freitag von 11:00 bis 17:30. Samstags und sonntags von 11:00 bis 15:00.

Eintrittspreis

Normal: 2,50€ (geführte Tour inbegriffen).

Wie kommt ihr hin?

Metro: Jaume I (Linie 4) und Liceu (Linie 3).

Busse: Linien 45, 59, 91, 120, V13, V15, V17 und Touristenbus.

Zu Fuß: Wenn ihr einen kleinen Spaziergang macht, könnt ihr von einem der zentralen Punkte der Stadt aus kommen. Zur Sicherheit benutzt die Karte, weil die Nachbargässchen der Sinagoga Mayor etwas irreführend sein können.

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